GOECOM-Newsletter
Ausgabe 02/2025 | 15.02.2025
Sehr geehrte Damen und Herren,

wäre es nicht sinnvoll, ab und zu einen kleinen Paradigmenwechsel vorzunehmen? Gerade was die Analyse von Fehlern angeht, neigen wir dazu, stets nach dem "Warum" zu fragen. So sinnvoll und wichtig dieser Blick in die Vergangenheit auch scheint, damit Sie herausfinden können, wie ein Fehler zustande kam - viel wichtiger ist zu wissen, wann und wem der Fehler vielleicht bereits bekannt war und wieso nichts dagegen unternommen wurde. Während der Aufarbeitung eines Fehlers finden sich immer wieder Menschen, die den Fehler konkret bemerkten, aber nichts unternommen haben, um ihn zu vermeiden oder abzustellen.
Das Verhalten dieser Menschen ist Teil der Problemfälle. Die Gründe dafür sind vielfältig und oft von Befindlichkeiten geprägt. Sei es Resignation, man will niemanden anschwärzen, man traut sich nicht, etwas zu sagen oder man will kein "Nestbeschmutzer" sein. Die Liste der Begründungen lässt sich sicherlich noch beliebig verlängern. Umdenken heißt, ermutigen Sie diese Menschen, dass sie sofort darauf aufmerksam machen, wenn sich Fehler anbahnen, um schnell für Korrekturen sorgen zu können. Damit lassen sich Fehler zwar nicht vollständig vermeiden, aber zumindest nachhaltig besser unterbinden bzw. mögliche Schäden deutlich reduzieren.Das ist jedoch nur eine Möglichkeit, den Blickwinkel zu verändern.
Eine weitere Option ist die Veränderung in der Fragestellung. Während die Frage nach dem "Warum" den Blick in die Vergangenheit richtet, ist die Frage nach dem "Wozu" in die Zukunft gerichtet. Wenn das "Wozu" geklärt ist, wissen alle Beteiligten, was in der Zukunft verändert und verbessert werden soll, damit dieser Fehler nicht noch einmal passiert. Das "Wozu" sorgt dafür, dass die Beantwortung positiv ausgerichtet wird, dass es eben nicht um die Klärung der Schuldfrage geht, sondern um Erfolg und Qualität und damit letztlich um die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter und Kunden. "Wozu" bedeutet, dass jeder Beteiligte zukünftig weiß, dass alle beschlossenen Veränderungen das Ziel haben, einen Prozessablauf im Unternehmen besser, sicherer und geschmeidiger zu machen. Probieren Sie es einfach einmal aus, in dem Sie beim nächsten Fehler nicht nach dem "Warum", sondern nach dem "Wozu" fragen, wenn Abläufe verändert werden müssen. Sie werden feststellen, dass diese Vorgehensweise die Umsetzungen der Maßnahmen sehr erleichtern wird. Wir wünschen Ihnen und Ihrem Team viel Erfolg!


Mit freundlichen Grüßen

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