Sehr geehrte Damen und Herren,
Was ist indirektes Mobbing? Diese Form des Mobbings ist im Arbeitsumfeld, aber auch in privaten Bereichen, z.B. Vereinen oder anderen Gemeinschaften, zu finden. Meist handelt es sich dabei um sehr subtile und versteckte Schikanen, die schwer zu entdecken sind.
Im Gegensatz zu direktem Mobbing, bei dem die Angriffe offen und eindeutig sind, zielen die Täter beim indirekten Mobbing darauf ab, ihre Attacken zu verschleiern und dem Opfer gezielt zu schaden, ohne selbst aufzufallen. Diese Art von Mobbing kann
schwerwiegende Konsequenzen für die Betroffenen haben und das Arbeitsklima sowie die Gesundheit der Betroffenen nachhaltig beeinträchtigen.
Voraussetzung ist, dass es ein Machtungleichgewicht zwischen dem Täter und dem Opfer gibt, wobei der Täter sich in einer stärkeren Position wähnt. Dabei ist es unerheblich, ob dies tatsächlich hierarchisch (Teamleitung vs. Teammitglied)
so ist oder ob der Täter oder die Täterin sich selbst eine größere Bedeutung innerhalb einer Gruppe anmaßt. Der Täter oder die Täterin benötigt deutlich mehr Zeit, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen und plant daher sein bzw. ihr Vorgehen strategisch und langfristig im Voraus.
Das erste Ziel dabei ist, die Zielperson zunächst in der Gruppe zu isolieren und zu schädigen, ohne dabei als Täter oder Täterin wahrgenommen zu werden.
Dem Opfer ist oftmals nicht bewusst, dass es gerade das „Opfer“ ist. Psychosomatische und körperliche Ausfallerscheinungen werden anfänglich missinterpretiert und erst sehr spät als Symptome für indirektes Mobbing identifiziert. Zuvor wurde die Arbeit des Opfers sabotiert, Gerüchte gestreut und es durch Lügen diffamiert.
Es gibt jedoch Signale und Hinweise, die es zu entdecken gilt, will man diese Form des Mobbings verhindern. Die Opfer werden z.B. nicht mehr zu Meetings oder anderen Treffen eingeladen, erhalten immer weniger wichtige Informationen oder fehlen „plötzlich“ im Mailverteiler.
Es kursieren seltsame Geschichten in der Gruppe, die meist eine winzige Kernwahrheit enthalten und daher ungeprüft als „Die Wahrheit“ wahrgenommen und weitergegeben werden. Das Opfer wird von immer mehr Menschen im Team gemieden, Gespräche abgebrochen, wenn es sich nähert oder der Ort wird verlassen.
Achten Sie in Ihrem Unternehmen und auch im privaten Umfeld auf solche Anzeichen und reagieren Sie zeitnah. Identifizieren Sie die Täterin oder den Täter und sorgen Sie für ein Ende des Mobbings. Ihr Team und Ihr Unternehmen werden es Ihnen danken.
Mit freundlichen Grüßen
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